Diktion in der Oper

Für viele Sänger ist es eine Herausforderung, zeitgenössische Musik zu lernen und zu singen, selbst wenn diese heutzutage nicht mehr „zeitgenössisch“ sind, z.B. A. Berg und A. Schönberg. Anstatt vom ersten Blick in  die Partitur überwältigt zu sein, solltest du es als einen interessanten Spaziergang in einer Landschaft betrachten und neugierig sein. Alban Bergs „Wozzeck“ zum Beispiel hat klare Muster, denen du folgen musst, um sie für dich nutzen zu können. In „Wozzeck“ muss der Sänger einen ehrlichen Ausdruck für die Musik finden, um sie für dich wirken zu lassen. Jede Diktion und Deklamation muss im Luftstrom artikuliert und in einer guten Stütze geführt werden. Es gibt keine Rolle in der Oper, die nicht aus der eigenen Tiefe kommen kann. Die Anweisungen von Berg sind glasklar und der Sänger muss ihnen folgen.

Mein Rat ist: Lies die ganze Oper. Sprich dann in einer Oper wie „Wozzeck“ zuerst den Text, bis der Text und die richtige Artikulation deine erste Natur sind. Zweitens lerne die Musik und singe den Text auf Belcanto-Art, indem du die Wörter formulierst und artikulierst. Das ist ein wichtiger Schritt. Ich nenne das den „GESUNDEN SINGENDEN PFAD“. Arbeite danach Phrase für Phrase und durch und füge Wörter und Musik zusammen. Das bringt dich dazu, die Emotionen der Musik ausdrücken zu lernen.

Ich möchte hier hervorheben, dass dies aus meiner Erfahrung die gesündeste Art zu lernen und zu üben ist, um das Beste daraus zu machen.

💡Achtung: Gehe in dieser Art von Opern keine emotionalen Risiken ein. Wenn du deine Stimmtechnik oder Musikalität nicht ganz sicher hast, so finde einen Weg, der zu deinem momentanen Stand der Entwicklung oder Karriere passt.

✨AFFIRMATION: Ich nehme mir Zeit und nütze mein Wissen, um schwierige Musik zu erforschen.

Viel Spass

Vera Wenkert