Wie man mit einem Dirigenten arbeitet

Für junge Sänger kann es schwierig sein, die ersten Orchesterproben mit dem stellvertretenden Dirigenten oder mit dem Chefdirigenten der Oper zu arbeiten. Hier sind die guten Nachrichten: Es gibt so viele unterstützende Hinweise des Komponisten in der Opern-Partitur! Wenn du den Ratschlägen des Komponisten folgst und deine Gesangstechnik gesund und brillant ist , du den Rhythmus in deinem Körper fühlst, dann kann Magie zwischen dem Orchester und dir eintreten! Der Dirigent wird dich mit Liebe zur Musik und Leidenschaft für die Kunst leiten. Stelle sicher, dass du bei der Orchesterprobe mit voller Stimme singen kannst. Wenn der Zeitplan knapp ist, kannst du mit dem Dirigenten eine Probe absprechen, vor allem, wenn du eine schwere Rolle oder eine Hauptrolle spielen musst. Später in deiner Karriere kannst du als erfahrener Künstler möglicherweise auch eigene Interpretationsvorstellungen mit den Ideen des Komponisten verweben. Denke immer daran, dass Opernsänger nicht durch ihr Ego glänzen sollen, sondern der Musik mit deiner einzigartigen schönen Seele und Kunst dienen sollst. Ich erinnere mich an die meisten meiner grossen dramatischen Rollen, in denen ich mich in dieser von diesen wundervollen Instrumenten umgebenen Klangwolke so aufgehoben fühlte, dass ich völlig in diese Musik und diesen Charakter versunken war, den ich sang. Dann ist die Oper in diesem Moment eine bessere Welt wegen dieser unglaublichen Musik.

🌟Mein Ratschlag: Verliebe dich in die Musik (nicht nur in deine Melodie), dann werden die meisten Dirigenten an deiner Seite sein. 🌟 Du findest mehr Anregungen, wie wir den guten Geist in der Musik- und Opernwelt pflegen müssen, in meinem e-buch: „Methode Stimmkunst“. Du kannst es über meine Website bestellen: www.stimmkunst.ch.

Herzlich

Vera Wenkert

Mit Kieferspannung arbeiten

Ich erinnere mich, wie ich mit einer professionellen Mezzosopranistin, die ihre Premiere in weniger als 5 Tagen hatte, an der „Hexe“ in Humperdincks „Hänsel und Gretel“ gearbeitet habe. Während ich mit ihr an der ganzen Rolle arbeitete, wurde mir klar, dass ihr Kiefer durch all die schnellen Diktions- und Musiksprünge in der Rolle immer enger und straffer wurde. Ich weiss, dass Regisseure und Dirigenten oft viel Diktion und Ausdruck verlangen, aber man muss wissen, wie man es macht, ohne die Stimmbänder zu strapazieren und ohne zu viel Spannung im gesamten Gesangsproduktions- und -unterstützungssystem aufzubauen.

Zum Beispiel habe ich mit ihr den „Hexenbann“ ohne Worte gearbeitet und sie den ganzen Zauber auf „ja ja ja ja ja“ machen lassen. Diese Übung befreit den Kiefer. Wir haben auch leichte und leichte Stakkatoübungen (Tonika, Terz, Quint, Terz, Tonika) und dann legato gleich gemacht, wobei wir Sänger immer daran denken müssen, dass der Kiefer in einer offenen Position entspannt sein sollte, leicht nach hinten und in den meisten Fällen nicht vorwärts geschoben. (Vielleicht gibt es anatomische Ausnahmen.) Dann wird die Atmung auf natürliche Weise tiefer in den Körper dringen und das Stützsystem beginnt zu funktionieren. Wenn ein enger Kiefer die Arbeit macht, ist es sehr schwierig, die Stimme mit der gesunden Körperstütze zu verbinden. Beim Mezzosopran war der nächste Schritt die Lösung der Diktion. Es ist wichtig, dass sich der Vokal und die Konsonanten auf dem Luftstrom befinden. Wir haben es mit Geduld und Freude sehr langsam bearbeitet und schliesslich war die „Hexe“ wirklich magisch ✨

💡TIP: Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass es hilfreich ist, den Kiefer sanft nach oben und unten zu bewegen. Wenn der Kiefer zu fest ist, kann es schwierig sein, diese sanften Bewegungen auszuführen. Wenn es so ist, kannst du die Muskeln um deinen Kiefer, die Muskeln unter deinem Kinn mit Daumen und Zeigefinger sanft und zärtlich massieren.

ACHTUNG: Niemals den Bereich direkt um den Kehlkopf massieren.

AFFIRMATION: Ich finde eine Lösung für alle technischen Probleme, die ich löse.

Herzlich Vera Wenkert

Performance Opportunities

It is very important for young singers to find opportunities to perform in front of an audience.
Young singers need the experience of stage circumstances and of ensemble singing and be a singer and actor same time.
There is a proverb: No master falls from the sky
This is so true.
We all need practice, practice to learn and to become matured artists and singers.
My advice: Find performance opportunities in churches, old people’s home, hotels, etc.
In my Institute I give the singers the opportunity twice a year to be part of a staged operaconcert with a conductor and pianist from the Operahouse Zürich.
This is always a wonderful event, where singers in different stages of their development can sing in public and improve.
So I want to encourage you all find your performance opportunities. Go for it.🎶🎶🎶
Happy sunny weekend to you
Vera